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17.03.2010

Mit Jugendlichen aus St. Vith und Ukkel - Politischer Schülerdialog im Parlament der DG

Eupen - Mehr als 20 Schüler und Begleiter aus St. Vith und Ukkel/Brüssel nahmen jüngst an einem politischen Schülerdialog im Parlament der DG in Eupen teil. Der eintägige Austausch war nach Kontakten zwischen DG-Parlamentariern und der Flämischen Gemeinschaftskommission in Brüssel organisiert worden. Das Dialogtreffen der Schüler weckte in Eupen wie in Brüssel politisches Interesse. Selbst die Vorsitzende der Flämischen Gemeinschaftskommission, Carla Dejonghe (VLD), sowie Generalsekretär Daniel Buyle zählten zu den Teilnehmern. 
„Zukunftswerkstatt Belgien“, so lautete der Leitgedanke des Dialogtreffens. Parlamentspräsident Ferdel Schröder (PFF) sah darin einen guten Ansatz zum gegenseitigen Kennenlernen. In seiner Begrüßungsansprache sagte er den Jugendlichen: „Besonders interessant finde ich, dass ihr euch mit den Besonderheiten unseres Landes auseinandersetzen wollt, die nicht immer einfach nachzuvollziehen sind. Gerade in jungen Jahren ist der Mensch offen und interessiert, etwas Anderes, vielleicht sogar etwas Fremdes kennen zu lernen.“


Frieda D’Haese, die begleitende Deutschlehrerin vom Koninklijk Atheneum Ukkel, konnte ein Lied davon singen, wie wenig die Jugendlichen der einzelnen belgischen Sprachgruppen voneinander wissen.  „Es war höchst schwierig, den Brüsseler Schülern klar zu machen, dass Eupen nicht in Deutschland liegt und in Belgien auch deutsch als Muttersprache gesprochen wird“, schilderte sie.


Die jungen Leute diskutierten vormittags Themen wie das mangelnde Wissen der jungen Menschen über die anderen Sprachgruppen in Belgien, der Bürgersinn bei Jugendlichen und die Problematik der Diplomgleichstellung.  Als es um die öffentliche Sicherheit ging, merkten sie schnell: Brüssel und die Eifel sind zwei völlig verschiedene Welten. Während im Süden der DG zumindest auf den ersten Blick ein Stück weit heile Welt herrscht, ist Gewalt in der Großstadt immer präsent, wie noch der jüngste Mordfall bei einem missglückten Carjacking in Ukkel zeigte.


In den Dialoggruppen am Vormittag formulierten die Schüler Fragen und Vorschläge, die sie am Nachmittag an die Fraktionsvertreter der im DG-Parlament vertretenen Parteien richteten. Anschließend besuchten sie das neue Regierungsgebäude in der Eupener Gospertstraße.


Am Abend erlebten sie gemeinsam das „richtige Deutschland“, wie die Brüsseler Gäste meinten: Sie ließen sich bei einer „Printentour“  durch das historische Zentrum der alten Kaiserstadt Aachen führen.


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