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„Um Belgien zu begreifen, muss man seine Gemeinschaften verstehen“

Die Botschafterin Sloweniens, I.E.F. Anita Pipan, besuchte die DG

Die slowenische Botschafterin in Belgien, I.E.F. Anita Pipan, hat der Deutschsprachigen Gemeinschaft ihren Antrittsbesuch abgestattet. Parlamentspräsident Ferdel Schröder empfing die studierte Juristin und ihren Berater für Wirtschaftsfragen, Boris Antolic, im Parlamentsgebäude am Kaperberg 8.


Parlamentspräsident F. Schröder und
die Botschafterin von Slowenien in Belgien,
I.E. Frau Anita Pipan

„Das Interessante an der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist dessen Brückenfunktion, die sie zwischen dem frankophonen und germanischen Sprach- und Kulturraum ausübt“, zeigte sich die Botschafterin der Republik Slowenien von dem Trumpf der deutschsprachigen Minderheit im belgischen Staatsgefüge angetan. Eine ähnliche Funktion gesteht sie ihrem Heimatland zu: „Wir waren der erste Teilstaat Ex-Jugoslawiens, dessen Unabhängigkeit 1991 anerkannt wurde. Nun möchten wir unsere Erfahrungen und Kontakte als Mitglied der Europäischen Union nutzen, um andere Balkanstaaten an die EU heranzuführen“, sagte Botschafterin Pipan im Gespräch mit Parlamentspräsident Schröder. Informationsaustausche über Schulwesen (in Slowenien werden zwei Fremdsprachen im Sekundarschulwesen verpflichtend gelehrt), Tourismus und Wirtschaft rundeten den Antrittsbesuch der Botschafterin der Republik Slowenien ab.


Beim Besuch der Regierung – vertreten durch Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz und Sozialminister Harald Mollers – wurde eine Etappe der aktuellen slowenischen Wanderausstellung durch Belgiens Provinzen in der DG vereinbart. Hierbei wird es während eines noch zu bestimmenden Zeitrahmens u.a. Wissenswertes über den slowenischen Nationalpark Triglav, die zahlreichen Wellnessmöglichkeiten und andere touristische Höhepunkte des Staates zwischen Adriaküste, Julischen Alpen und dem Fluss Mur geben. Des Weiteren soll ein Rundtischgespräch mit Vertretern des Wirtschaftsbereiches der DG und Sloweniens einberufen werden. Ebenso zeigte sich die Regierung an der Rolle der italienischen und ungarischen Minderheiten in Slowenien interessiert. Botschafterin Pipan zeigte sich beeindruckt von der weitreichenden Selbstverwaltung der DG und erklärte: „Um Belgien zu begreifen, muss man seine Gemeinschaften verstehen.“
Der Antrittsbesuch der Botschafterin endete mit einem Besuch des öffentlichen Rundfunk- und Fernsehzentrums BRF in Begleitung von Parlamentspräsident Ferdel Schröder und Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz.


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