02.07.2007
Für beste Deutschleistungen im Unterrichtswesen: Buchpreisverleihung im Parlament der DG
Jedes Jahr prämiert das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft beste Deutschleistungen in den Schulen der DG. 50 Schülerinnen und Schüler aus der Sekundarschulen, der Autonomen Hochschule, den Aus- und Weiterbildungszentren des Mittelstandes, dem Institut für Sonderunterricht und den Instituten für Weiterbildung erhielten am vergangenen Freitag einen wertvollen Buchpreis aus den Händen von Parlamentspräsident Louis Siquet und Vizepräsidentin Resi Stoffels. Bereits vorher war den ausgezeichneten Primarschülern ein Preis in ihrer Schule überreicht worden.
„Unsere Sprache war und ist im Zusammenhang mit unserer Rolle im Föderalstaat Belgien unser wichtigstes Gut. Zwar macht sie uns einerseits zur Minderheit, andererseits unterstützt sie seit jeher jegliches Autonomiebestreben.“, erklärte Präsident Siquet vor der Überreichung der Buchpreise. Zwar verwischten sich in unserer globalisierten Welt die Grenzen zwischen der deutschen und der englischen Sprache zusehends, doch müssten wir darauf achten, das wir uns nicht zu weit von den Wurzeln der Muttersprache entfernten: „Denn diese Sprache ist die Basis unserer Gesellschaft, und das dürfen wir niemals vergessen!“
Sogar „hot“ ist „cool“
In dem Zusammenhang sorgte sich Siquet um die Verschandelung der deutschen Sprache durch Anglizismen: Früher sagte man „Veranstaltung“, heute „Event“, Es wird nicht mehr „überprüft“, sondern „gechecked“, Getränke sind „Drinks“ und „cool“ ist fast alles, selbst das, was „hot“ ist und „burnt“.
Zum Abschluss seiner kurzen Ansprache dankte Präsident Siquet den Schülern für ihre Begeisterung, mit der sie am deutschen Sprachunterricht teilgenommen hatten, und lud sie zu einem kleinen Empfang ein.
|