15.10.2007
Dreizehn flämische Parlamentarier in Eupen
Flämisch-deutschsprachiges Treffen verlief freundschaftlich
Großer Bahnhof herrschte am vergangenen Freitag, 12. Oktober, im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Dreizehn Mitglieder des Flämischen Parlaments besuchten ihre Kollegen des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen, und zwar im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung der jeweiligen Ausschüsse für Zusammenarbeit. Vertreter aller flämischen und deutschsprachigen Fraktionen wohnten dem Arbeitstreffen bei. Auch Repräsentanten der jeweiligen Regierungen waren anwesend.
Pragmatische Zusammenarbeit
Die beiden Parlamentspräsidenten, Louis Siquet und Marleen Vanderpoorten, führten gemeinsam durch die Sitzung. Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz sowie ein Vertreter des flämischen Regierungschefs Kris Peeters stellten die Zusammenarbeitsberichte der vier letzten Jahre jeweils aus ihrer Sicht vor. Den aktuellen Stand und die Perspektiven der flämisch-deutschsprachigen Kooperation beleuchteten sie aus einer positiven Warte. Die Kooperation werde weiterhin sehr pragmatisch verlaufen, hieß es seitens der Verantwortlichen.
Kooperation im Unterrichtswesen
Im Rahmen der vollbepackten Tagesordnung fand ein sehr freundschaftlicher Austausch statt. Besonders intensiv wurde über die Zusammenarbeit in der Unterrichtspolitik diskutiert, nicht zuletzt, nachdem die PISA-Tests Flandern eine ausgezeichnete Bildungsarbeit bescheinigt haben. Der Sprachenerwerb bildete einen weiteren Diskussionsschwerpunkt.
Auf der Tagesordnung standen ebenfalls die Arbeitsweise der jeweiligen Parlamente und die Neuerungen in den letzten Jahren. Mit Interesse folgten die Eupener Politiker den Ausführungen zu einer europaweit angelegten Benchmarking-Studie des Flämischen Parlaments. Erkenntnisse aus einem internationalen Vergleich von nationalen und regionalen Parlamenten konnten genutzt werden, um die flämische Parlamentsarbeit ständig zu verbessern.
|