22.10.2007
Politiker und Experten aus der DG in Schaffhausen
Workshops zur Fremdsprachenpädagogik, Sonderförderung und Verwaltungsorganisation Austausch und Zusammenarbeit zwischen den pädagogischen Hochschulen Schaffhausen und Eupen sowie die Mehrsprachigkeitsförderung und die Sonderpädagogik standen auf dem dicht gefüllten Programm eines Unterrichtsworkshops am vergangenen Freitag in Schaffhausen/Schweiz. An der Arbeitssitzung nahmen neben schweizerischen Unterrichtsexperten Mitglieder des Unterrichtsausschusses des DG-Parlaments unter der Leitung des Ausschussvorsitzenden Ferdel Schröder teil. Anwesend waren ebenfalls Unterrichtsminister Oliver Paasch sowie Vertreter der Eupener Pädagogischen Hochschule und des Ministeriums. „Wir arbeiten gern mit der Autonomen Hochschule in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens zusammen, weil wir mit der Eupener Institution auf gleicher Augenhöhe stehen.“, betonte der Rektor der PH Schaffhausen, Eduard Looser. In der Tat lässt sich nicht nur die Größe des Kantons Schaffhausen und der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien vergleichen. Forschungskompetenz Während des Workshops erhielten die Teilnehmer aus der DG einen umfassenden Einblick in die einzelnen Arbeitsfelder, auf denen die PH Schaffhausen tätig ist: Mit rund 80 Studierenden und einem Weiterbildungsprogramm für rund 2000 Lehrer ist die PH Schaffhausen die kleinste in der Schweiz und kann besonders auf dem Gebiet der pädagogischen Forschung und Entwicklung eine umfassende Kompetenz vorweisen, mit der sie der Eupener Hochschule helfend zur Seite stehen wird. Stephan Boemer, Direktor der AHS, gab den schweizerischen Gastgebern einen umfassenden Einblick in die einzige Hochschule der DG. Die Zusammenarbeit zwischen den Pädagogischen Hochschulen von Schaffhausen und Eupen ist mittlerweile offiziell in einer Kooperationsvereinbarung festgeschrieben, die am vergangenen Freitag am Rande des Unterrichtsworkshops von den Direktoren der beiden Hochschulen unterzeichnet wurde. Französisch-Intensivkurse Durch die Kooperation ergeben sich für die Ausbildung von Französisch-Fachlehrern neue Perspektiven, denn im Verbund mit Schaffhausen wird die Eupener PH Studenten zu einem mehrwöchigen Ausbildungslehrgang Französisch nach Aix-en-Provence entsenden. Die Studenten werden dort ein intensives Sprachentraining erhalten und ein Sprachenzertifikat entsprechend dem Europäischen Referenzrahmen erwerben. Dieses Zertifikat wird künftig Voraussetzung für eine Tätigkeit als Französisch-Fachlehrer in der Deutschsprachigen Gemeinschaft sein. Bereits im Vorfeld zur Arbeitssitzung in Schaffhausen hatte Unterrichtsminister Paasch dem Unterrichtsausschuss des Parlaments die Bereitschaft der Regierung signalisiert, den Sprachaufenthalt von PH-Studenten in Aix-en-Provence mit einem Stipendium von 2.500 EUR zu unterstützen, um den Großteil der Gesamtaufenthaltskosten (3.000 EUR) aufzufangen. Verwaltungsorganisation Ein weiterer Workshop befasste sich mit allgemeinen Fragen der Verwaltungsorganisation. Hier führte der Staatsschreiber des Kantons Schaffhausen, Reto Dubach, mit Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz, dem Generalsekretär des Ministeriums, Norbert Heukemes sowie Experten der einzelnen Ressorts einen Fachaustausch zum Beamtendienstrecht, der Wirksamkeitsprüfung von behördlichen Maßnahmen, Haushaltsfragen und Reformvorhaben zugunsten einer wirkungsorientierten Verwaltungsführung.
|