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14.07.2010

Sprössling der ehemaligen Besitzerfamilie de Grand Ry besuchte das Parlamentsgebäude

„Genau hier haben meine Großeltern gesessen. Und dort auf dem Kaminsims hat ein Foto von mir gestanden“, schwelgt André de Grand Ry im heutigen Büro des Parlamentspräsidenten Ferdel Schröder in Erinnerungen. Monsieur de Grand Ry ist ein Enkel einer ehemaligen Besitzerfamilie des 1812 errichteten Tuchmacherhauses am Kaperberg 8, dem Sitz des heutigen Parlaments der DG.


Das Angebot der Parlamentsverwaltung in Sachen Führungen durch die Wiege der Gesetzgebungsstätte findet regen Zuspruch: „In der vorigen Sitzungsperiode haben knapp 60 Gruppen unser Haus besucht“, sagt Harald Lamberty, Mitarbeiter des Parlaments. Dies entspreche mehr als 1500 Personen. Hierzu gehören ebenso Schülergruppen, Konsularsekretäranwärter, Privatpersonen, EU-Beamte als auch Vereine, die ein paar Tage Urlaub in der Deutschsprachigen Gemeinschaft verbringen.

 „Der Besuch des Parlaments ist einfach ein Muss“, sagt André de Grand Ry, der kürzlich die Gelegenheit nutzte, um einer Gruppe von knapp 20 Freunden und Bekannten seinen ehemaligen Familienbesitz sowie die DG bekannt zu machen. Neben Informationen über das für den Eupener Tuchfabrikanten Christian Sternickel errichtete Kaufmannshaus gehören auch Basisinformationen über die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Parlamentes (z.B. das Entstehen von Gesetzestexten wie Erlasse und Dekrete). Der Sprössling der ehemaligen Besitzerfamilie de Grand Ry schwärmt noch heute, mehr als 70 Jahre nach seiner Kindheit, vom Flair des heutigen Parlamentsgebäudes: „Hinter der weißen Fassade vermutet kaum jemand, wie riesig etwa der Speicher ist. Hier wurden im 19. Jahrhundert Tuche verarbeitet und aufbewahrt.“ Noch heute zeugt an der Rückfassade im Hof des Parlaments eine Lastzugvorrichtung unter einem kleinen Walmdach von der einstigen Nutzung des Gebäudes. Weitere Infos über das Parlament der DG unter www.dgparlament.be


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