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Louis Siquet zum Senator gewählt

Ferdel Schröder ist neuer Parlamentspräsident

Ferdel Schröder (PFF) ist der 9. Präsident des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Am 1. Februar 2010 wählte das Parlamentsplenum in Eupen ihn mit 13 von 25 möglichen Stimmen. Schröder folgt damit Louis Siquet (SP),

Der neue Präsident
Ferdel Schröder
der in derselben Sitzung mit 13 Stimmen zum Gemeinschaftssenator gewählt wurde und unmittelbar von seinem Amt als Parlamentsvorsitzender zurücktrat.

Als Gegenkandidat der Oppositionsparteien für die Präsidentschaft war Karl-Heinz Braun (Ecolo) angetreten. Er erhielt 12 Stimmen.

Große Herausforderung

Der neue Parlamentsvorsitzende Ferdel Schröder betonte in seiner Antrittsrede, er betrachte sein neues Amt als größte Herausforderung in seinem politischen Werdegang.

Die belgische Verfassung habe der Deutschsprachigen Gemeinschaft ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten geben, von denen frühere Generationen nicht zu träumen wagten: Schutz der Muttersprache und Kultur, Förderung der Mehrsprachigkeit, ein direkt gewähltes Parlament, eine eigene Regierung, einen eigenen Gerichtsbezirk. Es müsse noch besser vermittelt werden, wie wichtig ein gut funktionierendes Parlament, die dort geführten Debatten und die dort getroffenen Entscheidungen für das Alltagsleben der Menschen in der DG seien.

Schröder bat zum Ende seiner Rede um eine Schweigeminute für die jüngsten Katastrophenopfer in der Welt, insbesondere die Erdbebenopfer in Haiti und die Brandopfer in Lüttich.

Respekt und Demut

Louis Siquet betonte in seiner Abschiedsrede als Parlamentspräsident, dieses Amt sei symbolisch für die weitgehende Autonomie der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien. Deshalb verdiene das Amt Respekt in der Bevölkerung und Demut vom Amtsinhaber.

Senator Siquet (l.) nimmt Glückwünsche
seines Amtsvorgängers Collas entgegen

Siquet tritt als Senator die Nachfolge von Berni Collas (PFF) in der 2. Kammer des Föderalparlaments an. Für Siquet ist es das zweite Mandat als Senator, nachdem er die DG bereits zwischen 1999 und 2004 in Brüssel vertreten hatte. Der von der Opposition nominierte Gegenkandidat Herbert Grommes (CSP) erhielt bei der Senatorenwahl 12 Stimmen. Der ebenfalls vorgeschlagene scheidende Senator Collas verzichtete auf eine erneute Kandidatur.

Gerd Henkes


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